Deep Dive

Die Funk­ti­ons­weise

Im Mit­tel­punkt steht der Verband Deutscher Ver­kehrs­un­ter­nehmen (kurz VDV).
Dieser hat Rah­men­be­din­gungen zum Inte­grierten Bord-Infor­ma­ti­ons­sy­stem (kurz IBIS) erstmalig im Jahre 1984 fest­ge­legt und später mehrfach ergänzt.

Damit unter­schied­liche Geräte mit Daten versorgt werden können, kommt der soge­nannte Wagenbus zum Einsatz. Dieser über­mit­telt die vom Bord­rechner ver­sen­deten Daten in Form von vor­de­fi­nierte, 7‑bit-kodierten Tele­grammen mit einer Geschwin­dig­keit von 1,2 kbit/​s an alle Geräte im Fahrzeug. Damit die Geräte die Tele­gramme verstehen können, wurden die Daten in ver­schie­dene Daten­sätze unter­teilt.

Und trotzdem: Auch heute noch finden diese Normen Anwendung. Und so sind von anfäng­lich ein paar Dutzend Daten­sätzen inzwi­schen mehr als 250 Daten­sätze bekannt. Einige Her­steller und Ver­kehrs­be­triebe haben zusätz­lich eigene Standards definiert, um bestehende Funk­tionen zu erweitern oder gänzlich neue hin­zu­zu­fügen.

Damals galt es, mit möglichst niedrigen System­an­for­de­rungen ein möglichst breites Spektrum an Infor­ma­tionen über­tragen zu können. Im IT-Bereich hat sich in den letzten Jahr­zehnten einiges getan. Die damals defi­nierten Normen zum Daten­aus­tausch sind längst nicht mehr zeitgemäß. Oder verfügt Ihre Geräte über einen seriellen Anschluß?

Auch wenn in aktuellen Fahr­zeugen diese Technik nicht mehr zum Einsatz kommt, sind die alten Geräte noch längst nicht ver­schwunden. Um sie betreiben zu können, wird ein Steu­er­gerät benötigt. Im Hobby-Bereich sind solche Steu­er­ge­räte nur selten zu finden oder sind mit den Geräten nicht kom­pa­tibel bzw. enthalten falsche oder veraltete Daten. Auch Ver­kehrs­be­triebe stehen vor solchen Problemen beim Kauf gebrauchter Fahrzeuge.

Und hier setzen WinIBIS und NetIBIS an:

Sie ersetzen die Bord­rechner und über­nehmen den Versand der Daten.
Ein Schnitt­stel­len­wandler sorgt dafür, daß die ver­sen­deten Daten auch korrekt an die ange­schlos­senen Geräte über­tragen werden.

Schritt für Schritt

Die Umsetzung

Unab­hängig davon, ob WinIBIS und NetIBIS verwendet wird, ist die grund­le­gende Ein­rich­tung die selbe.

Um Ihre Ziel­an­zeigen oder andere Fahr­zeug­kom­po­nenten betreiben zu können, benötigen Sie 24 Volt-Gleich­strom. Ent­spre­chende Trafos finden sich in Bau­märkten.

Neben der Strom­quelle benötigen die Geräte auch noch Daten. Häufig ist an den Geräten ein 4‑poliger runter Stecker für den Wagenbus zu finden.

Mit unter gibt es auch spezielle Kabel­ver­bin­dungen, um sowohl Strom als auch Daten mit einer Ver­bin­dung bereit zu stellen. Die Suche nach dem Wagenbus erweist sich meistens als recht einfach. Es handelt sich hierbei um 4 Adern, die in aller Regel auch alle in der selben Farbe bzw. ein­heit­lich beschriftet sind.

Das Kabel für den Daten­emp­fang wird nun mit dem Schnitt­stel­len­wandler verbunden. Anschlie­ßend wird der Schnitt­stel­len­wandler mit dem PC verbunden. Je nachdem, welcher Wandler zum Einsatz kommt, müssen evtl. zusätz­liche Treiber instal­liert werden.

Im letzten Schritt muß nur noch am PC der jeweilige Anschluß, über den der Schnitt­stel­len­wandler erreichbar ist, aus­ge­wählt werden. Wenn nichts bei der Ein­rich­tung schief gegangen ist, können die Geräte betrieben werden.